Verfasst von: hemminnway | 5. April 2011

Studi-Ausstellung ‘Bilder vom Menschen, Bilder von Menschen’

Innsbruck lässt endlich mal wieder was von sich hören/lesen/anschauen:

Phantastische Blicke ins Innere des Körpers

Die Wahrnehmung von Körpern und Körperlichkeit , der historische Blick auf den Leib und der Drang sein Inneres und Äußeres zu erkunden, das ist das Thema einer Ausstellung an der Universität Innsbruck.


Der von Wissensdurst genährte Drang, die im Inneren des Körpers verborgenen Geheimnisse sichtbar zu machen, produzierte über Jahrhunderte neben Faktenwissen auch eine reichhaltige Bilderwelt. Welche Wendungen dieser verwegene Zugriff nahm, seine Höhenflüge wie seine Tiefschläge, das sind Themen dieser Ausstellung.
In den Fokus genommen werden dabei durchaus bekannte Bildnisse und Gebrauchsgrafiken, entstanden von der Neuzeit bis hin ins 20. Jahrhundert. Sie alle zeugen vom Zugriff auf den Körper, jedes in seiner Art. Siegessicher eröffnet der vom Skalpell zergliederte neuzeitliche Leib neue Perspektiven, während durch technischen Fortschritt und erweiterten Wissensstand später durchaus auch Ängste ins Bild rückten. Die Auflehnung des künstlichen Menschen gegen seinen Schöpfer ist eines der Themen, die Sorge vor einer ungewissen Zukunft, wie sie die Theorie der Evolution in ihrem Gepäck mitbrachte, ein weiteres. In der Ausstellung finden sie sich nebeneinander gestellt.

So bietet diese Zusammenstellung, anhand einer Auswahl historischer Körperkonzepte und Körpermetaphern, den Besuchern auch die Möglichkeit, diese bis zur Gegenwart weiterzudenken.

Die Ausstellung „Bilder vom Menschen, Bilder von Menschen“ entstand im Rahmen einer Lehrveranstaltung von Martin Steidl (SS 2010) am Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie / Fachbereich Europäische Ethnologie und wurde von StudentInnen der Europäischen Ethnologie gestaltet.

Ausstellungsdauer: 28. März – 16. April
Eröffnungsabend: 28. März 2011, 19:00 Uhr
Ausstellungsort: Universität Innsbruck, Bruno-Sander-Haus Erdgeschoss, Innrain 52

Ein Projekt von StudentInnen der Europäischen Ethnologie in Kooperation mit dem Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie.

Ein schicker kleiner Ausstellungskatalog ist auch noch dabei entstanden: wen dies interessiert: mail an europ-ethnologie@uibk.ac.at


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